Erich-Putz-Anlage - Frankenthaler Tierschutzverein 1906 e.V.

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Erich-Putz-Anlage

Der Verein
Der Erkenntnis, dass Naturschutz und Tierschutz untrennbar sind, hat die Mitgliederversammlung des Vereins am 11.08.1994 dadurch Ausdruck verliehen, dass sie nachstehende Nr. 3 in § 3 der Satzung des Vereins aufgenommen hat.

„3. Die Tätigkeit des Vereins erstreckt sich nicht allein auf den Schutz der Haustiere, sondern auch auf den Schutz der gesamten übrigen in unserer Umwelt frei lebenden Tiere.“

In Verfolgung dieses Zieles gelang es dem Verein im Juli 1999, nach Überwindung großer Schwierigkeiten, von den Stadtwerken Frankenthal GmbH ein zwischen den Städten Frankenthal und Ludwigshafen, in der Gemarkung Studernheim gelegenes über 41.000 m² großes Wiesengelände zu erwerben, das von einem starken Baum- und Strauchgürtel eingesäumt und eingefriedet ist.

Der Erkenntnis, dass Naturschutz und Tierschutz untrennbar sind, hat die Mitgliederversammlung des Vereins am 11.08.1994 dadurch Ausdruck verliehen, dass sie nachstehende Nr. 3 in § 3 der Satzung des Vereins aufgenommen hat.

„3. Die Tätigkeit des Vereins erstreckt sich nicht allein auf den Schutz der Haustiere, sondern auch auf den Schutz der gesamten übrigen in unserer Umwelt frei lebenden Tiere.“

In Verfolgung dieses Zieles gelang es dem Verein im Juli 1999, nach Überwindung großer Schwierigkeiten, von den Stadtwerken Frankenthal GmbH ein zwischen den Städten Frankenthal und Ludwigshafen, in der Gemarkung Studernheim gelegenes über 41.000 m² großes Wiesengelände zu erwerben, das von einem starken Baum- und Strauchgürtel eingesäumt und eingefriedet ist.

Es handelt sich um ein ehemaliges Wasserschutzgebiet, das bereits im Jahre 1981 durch Rechtsverordnung zum geschützten Landschaftsbestandteil erklärt wurde. Der Erwerb erfolgte aus eigener Kraft ohne Inanspruchnahme öffentlicher Mittel oder Zuschüsse. Allein für den Erwerb wurden mehr als 130.000,00 DM aufgebracht.

Wir haben das Gelände nach dessen Erwerb zielstrebig zu einer ökologischen Nische in dem intensiv landwirtschaftlich genutzten, weitgehend ausgeräumten Stadtumland gestaltet und zu einem Schutzgebiet für frei lebende Tiere gemacht.



Neben Schütten für Hühnervögel, wie Fasane und Rebhühner sowie Wildtauben, haben wir an der Innenperipherie der Baumstreifen inzwischen annähernd 100 Nistkästen für alle vorkommenden, heimischen Vogelarten angeboten. Bis auf zwei Nistkästen, in denen bei der Revision so genannte Winternester männlicher Vögel vorgefunden wurden, waren alle Nistkästen bereits im ersten Jahr bebrütet. Dieses Ergebnis unterstreicht den vorhandenen Bedarf. Darüber hinaus haben wir in der Nähe der angelegten Futterplätze Futterhäuser für Vögel, die von uns im Rahmen der Winterfütterung mit Futter beschickt werden, aufgestellt.

Für Igel haben wir eine größere Zahl Überwinterungshilfen – so genannte Igelburgen – geschaffen, die das ganze Jahr über angenommen werden.

Zur Versorgung mit Brauchwasser haben wir einen Brunnen gebohrt und an diesen ein Funktionsgebäude und eine Wasserentnahmestelle angeschlossen.

Im Laufe des Jahres 2001 haben wir einen Teich geschaffen und diesen im Jahr 2002 zu einem großen Biotop gestaltet, das über den Brunnen mit Wasser versorgt wird. Damit wurde der Mangel an Oberflächenwasser für frei lebende Tiere behoben sowie gleichzeitig ein Lebensraum für Amphibien und Insekten geschaffen, die insbesondere im oder am Wasser leben.

Mit großem Aufwand und in Eigenhilfe haben wir ein ruinöses Funktionsgebäude renoviert, das nun als Stützpunkt und Lager benutzt wird.

Bei Übernahme des Grundstückes haben wir in einer ersten Aktion 76 Schubkarren Abfälle im Grünstreifen entlang des Geländes außerhalb der Einfriedung aufgesammelt und entsorgt.

Zusätzlich haben wir entlang der Innenperipherie der Baumstreifen eine umfangreiche Zahl von Bäumen und Sträuchern gepflanzt und darüber hinaus im Südwestbereich des Geländes ein Wiesengehölz angelegt.

Wir haben mehrere Nisthilfen für Fledermäuse und Insekten angeboten, die angenommen wurden.

In den Baumstreifen haben wir abgestorbene Bäume insbesondere für die festgestellten Arten von Spechten stehen lassen.

Fallholz lassen wir in großem Umfang in den Baumstreifen verrotten und bieten damit Amöben und Insekten, wie beispielsweise Käfern etc. etc. Lebensraum.

Die Wiese mähen wir sehr spät – Ende Juli/Anfang August, um Bodenbrütern Gelegenheit zu geben, ihre Brut auszubrüten und aufzuziehen.

Im vergangenen Jahr konnten wir unter anderem den Steinkauz beobachten und den Pirol als Brutvogel bestätigen.

Bedauerlich ist, dass wir bei allen größeren Stürmen, beginnend mit dem Orkan Lothar im Dezember 1999 sowie den Orkanen Willi und Jeanette Windbrücke am Altbaumbestand, insbesondere den Weiden, zu verzeichnen hatten. Dabei entstanden große Schäden an der Einfriedung, so dass wir diese im Jahr 2002 erneuern mussten. Die Erneuerung der Einfriedung erforderte erneut ein umfassendes persönliches Engagement weniger Einzelner.

Bei der Ausführung der Arbeiten im Zuge der Errichtung des Systemzauns wurde darauf geachtet, dass das Aus- und Einwechseln der Tiere gewährleistet ist. Eine Auswilderungsvoliere für aufgezogene Wildtiere, die deren Auswildern in die freie Natur erleichtert, ist auch entstanden.

Am Hauptzufahrtsweg wurde eine Allee von 12 Nussbäumen gepflanzt.

Die Realisierung des Vorhabens erfolgte durch wenige Aktive des Vereins in mehreren tausend Stunden gemeinnütziger Arbeit.

Mit dem Erwerb des Geländes ist es dem Frankenthaler Tierschutzverein gelungen, diese über vier Hektar große, mit einem Baum- und Strauchsaum bestockte Fläche, die mit weiteren renaturierten Flächen und Landschaftsschutzgebieten vernetzt ist, der frei lebenden Tierwelt unseres Umlandes zu sichern.

Die Anlage wurde durch die Mitgliederversammlung des Vereins am 05.11.2001 in Anerkennung der Initiative zum Erwerb des Geländes und dessen Umgestaltung zum Schutzgebiet für frei lebende Tiere sowie in Würdigung seines unermüdlichen Einsatzes bei der Realisierung des Vorhabens nach dem langjährigen Vorsitzenden des Vereins benannt.

Gern stehen wir Ihnen für eine Besichtigung der Anlage zur Verfügung.

 
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